Vonovia beschafft sich mit dem Verkauf von Immobilien weiteres Geld. Vonovia werde insgesamt fünf Bestandsobjekte mit 1350 Wohnungen in Frankfurt, Berlin und München für 560 Mio. Euro veräußern, teilte der im Dax notierte Konzern mit. Käufer sei CBRE Investment Management, ein Vermögensverwalter für Immobilien. Wie der ganzen Branche machen dem Bochumer Konzern die steigenden Zinsen zu schaffen. Deshalb will Vonovia etwa mit dem Verkauf von Immobilien seine Schulden abbauen.
Der Konsumgüterhersteller Henkel plant weitere Preiserhöhungen bei bekannten Marken wie Persil, Fa oder Schwarzkopf. Der Konzern sehe sich nach wie vor mit steigenden Rohstoff- und Materialkosten konfrontiert und rechne außerdem 2023 mit einem spürbaren Anstieg der Lohnkosten. Hinzu komme, dass die Kostensteigerungen der vergangenen beiden Jahre noch nicht vollständig weitergegeben worden seien. Henkel sei deshalb dabei, die Preise gerade im Konsumgütergeschäft noch anzuheben.
Mobilfunkanbieter dürfen ihren Kunden nicht vorschreiben, dass sie ihren Internetzugang nur mobil mit dem Smartphone oder einem Tablet nutzen dürfen. Der Bundesgerichtshof (BGH) erklärte am Donnerstag eine Klausel für unwirksam, die eine Nutzung mit kabelgebundenen Geräten verbot (Az. III ZR 88/22).
Der Dax ist angesichts des Zinsentscheids der Europäischen Zentralbank unter Druck geblieben. Eine erwartungsgemäße Zinserhöhung und bleibende Unsicherheit über den künftigen Kurs der Währungshüter sorgten am Nachmittag zunächst dafür, dass der Leitindex mit 15 662 Zählern auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Wochen abrutschte. Davon konnte er sich dann aber wieder etwas erholen.
Auch eine Flut an Unternehmensberichten beschäftigte die Anleger. Die zuletzt vom Kursanstieg verwöhnten Anleger von Rheinmetall stellten durchwachsene Quartalszahlen und eine bestätigte Prognose nicht zufrieden. Der Kursabschlag belief sich zuletzt auf 2,5 Prozent. Bei Infineon verpufften gute Nachrichten, wie der Kursrutsch um zeitweise über drei Prozent zeigte. Hier lobten Händler starke, über den Erwartungen liegende Quartalszahlen und einen angehobenen Ausblick auf das laufende Quartal. Die Branchenstimmung im Sektor wurde aber unter anderem von schwachen Resultaten des US-Halbleiterkonzerns Qualcomm gedämpft. Die Titel von Mercedes-Benz wurden unterdessen ex Dividende gehandelt. dpa