Wolfsburg – Die heftigen Preisschwankungen bei Rohstoffen und die wachsende Konkurrenz in China halten Volkswagen unter Druck. Im laufenden Geschäft ohne diese Belastungen hat der Konzern insgesamt aber zulegen können. Der Betriebsgewinn wuchs im ersten Quartal um 35 Prozent auf etwa 7,1 Milliarden Euro, wenn man die Bewertung von Absicherungsgeschäften im Materialeinkauf unberücksichtigt lässt. Mit deren Berücksichtigung sieht das Bild anders aus: Das operative Ergebnis sank um 31 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro, und unterm Strich blieben nur noch 4,7 Milliarden Euro nach 6,7 Milliarden Euro Anfang 2022.
Wie das Unternehmen berichtete, stabilisierte sich die Lage trotz anhaltender Lieferschwierigkeiten bei Auto-Elektronik wieder etwas. Der Umsatz stieg um knapp 22 Prozent auf 76 Milliarden Euro.
Unter den Erwartungen blieb der Konzern ausgerechnet im mit Abstand wichtigsten Markt China. Dort nahmen die Verkäufe von Januar bis März um 14,5 Prozent ab, bei E-Autos noch mehr. Die Kernmarke VW Pkw büßte erstmals seit Jahrzehnten die Marktführerschaft an den lokalen Elektrorivalen BYD ein. Mit neuen Modellen und Investitionen soll nun gegengesteuert werden. dpa