IN KÜRZE

Drastischer Mangel an Arbeitskräften Handel startet in Tarifverhandlungen

von Redaktion

Die Zahl der Arbeitskräfte in Deutschland wird wohl in den nächsten Jahrzehnten schrumpfen: Bis 2060 wird das Potenzial an Erwerbspersonen nach einer Projektion des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) um 11,7 Prozent zurückgehen. Dabei wurden Faktoren wie der demografische Wandel, Geburtenrate, Zuwanderung und Abwanderung berücksichtigt. „Die Ergebnisse zeigen, dass den Betrieben in den nächsten Jahrzehnten deutlich weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen werden“, sagte IAB-Ökonom Enzo Weber.

Die Tarifverhandlungen für die 320 000 Beschäftigten im bayerischen Einzelhandel beginnen am Montag unter ungünstigen Vorzeichen. Die Umsätze der Branche sind laut Landesamt für Statistik im ersten Quartal preisbereinigt um 4,9 Prozent gesunken, während die Beschäftigtenzahl um 0,6 Prozent gestiegen ist. Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Erhöhung der Stundenlöhne um 2,50 Euro und für die unteren Beschäftigtengruppen einen Lohn von mindestens 13,50 Euro in der Stunde.

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