Cupertino – Apple wagt mit seiner ersten Computer-Brille den Eintritt in eine neue Produktkategorie mit ungewissen Erfolgsaussichten. Der iPhone-Konzern stellte am Abend das Gerät „Vision Pro“ vor, das äußerlich an eine Hightech-Skibrille erinnert. Das Headset kann auf seinen Displays digitale Objekte in die reale Umgebung einblenden. Ein ungewöhnliches Merkmal des Geräts ist ein Display auf der Frontseite, auf dem die Augen der Nutzer zu sehen sind, wenn andere Menschen daneben sind. Gesteuert wird per Stimme und Handbewegungen.
Es ist der erste Eintritt von Apple in eine neue Produktkategorie nach der Vorstellung einer Computer-Uhr 2014. Apple sieht eine Einsatzmöglichkeit für die Vision Pro im Beruf, weil man sich viele große virtuelle Displays ins Blickfeld einblenden kann. Eine andere Anwendung soll Unterhaltung mit Videos im großen Format auch unterwegs sein. Bei Apples erster Brille wird die Umgebung von Kameras auf dem Gehäuse eingefangen und auf Displays vor den Augen wiedergegeben. Nach diesem Prinzip geht auch die Konkurrenz vor. Mit einem Preis von 3500 Dollar ist die Brille deutlich teurer als andere Geräte.
Entsperrt wird die Vision Pro per Augenerkennung. Auf diese Weise kann man auch gespeicherte Passwörter bei Online-Diensten freigeben – ähnlich wie per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung auf dem iPhone. Um die Brille leichter zu machen, wurde die Batterie ausgelagert und ist mit einem Kabel angebunden. dpa