Frankfurt – Bei der Lufthansa-Tochter Discover Airlines droht neuer Ärger mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Nach drei Streiks hat die Airline nun nach eigenen Angaben höhere Pilotengehälter vereinbart – allerdings nicht mit der VC per Tarifvertrag, sondern mit dem Betriebsrat über eine Betriebsvereinbarung. Die neuen Gehälter entsprechen exakt den Forderungen der VC. Die Gewerkschaft will den Arbeitskampf weiterführen, obwohl ihre materiellen Forderungen damit zunächst weitgehend umgesetzt scheinen. Zuerst hatte das Portal „aero.de“ berichtet. Es sei klar erkennbar, dass das Unternehmen lieber mit dem Betriebsrat verhandele und die Höhe der Forderung nicht ausschlaggebend war für die Ablehnung des angestrebten Tarifvertrags. Eine Betriebsvereinbarung erreiche nicht die Rechtsqualität und Sicherheit eines Tarifvertrags.
Es sei völlig klar, dass eine Betriebsvereinbarung keine Tarifierung ersetzt, sagte hingegen eine Sprecherin der Airline. „Es bleibt unser Ziel, einen Tarifvertrag abzuschließen, bei dem die Interessen unserer Mitarbeitenden und unserer Airline im Vordergrund stehen. Dazu haben wir, wie vergangene Woche mit der VC vereinbart, gestern unser verbessertes Angebot übermittelt.“ dpa