BASF spart und streicht Stellen

von Redaktion

Leverkusen – Der Chemieriese BASF hat angesichts hoher Energiekosten und eines „von hoher Unsicherheit geprägten Marktumfelds“ ein neues Sparprogramm und einen weiteren Stellenabbau angekündigt. Bis Ende 2026 solle am Stammsitz Ludwigshafen jährlich eine Milliarde Euro eingespart werden, teilte BASF am Freitag mit. Details zum Stellenabbau würden derzeit erarbeitet.

Vor allem in Ludwigshafen belasteten höhere Produktionskosten wegen höherer Energiepreise das Geschäft. Das neue Sparprogramm solle daher Einsparungen in der Produktion und in Bereichen außerhalb der Produktion bringen. Mit dem Programm sei „leider auch ein weiterer Stellenabbau verbunden“, erklärte BASF-Chef Martin Brudermüller – machte aber keine Angaben zum Umfang. Auch weitere Anlagen sollen schließen.

BASF hatte vor einem Jahr schon ein Sparprogramm angekündigt. Weltweit werden demnach 2600 Stellen gestrichen, davon 700 in Ludwigshafen. Bis Ende 2026 sollen so jährlich 1,1 Milliarden Euro eingespart werden. Weltweit hat der Konzern 112 000 Beschäftigte.

Der Umsatz des Chemiekonzerns fiel im vergangenen Jahr um 21,1 Prozent auf 68,9 Milliarden Euro, der Nettogewinn lag bei 225 Millionen Euro, wie BASF berichtete. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen betrug knapp 7,7 Milliarden Euro.

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