Der Bund muss auch für das Jahr 2023 auf eine Gewinnüberweisung der Bundesbank verzichten. Zum vierten Mal in Folge steht in der Bilanz unter dem Strich eine Null. Um einen Verlust zu vermeiden, musste die Bundesbank einen zweistelligen Milliardenbetrag aus ihrer Risikovorsorge und aus Rücklagen aufwenden. Infolge der Zinswende brach das Zinsergebnis ein und lag mit minus 13,9 Milliarden Euro erstmals im negativen Bereich. „Wir gehen davon aus, dass die Belastungen für das laufende Jahr erneut erheblich sein werden. Sie dürften die verbliebenen Rücklagen übersteigen“, sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel. „Wir erwarten, längere Zeit keine Gewinne ausschütten zu können.“ Den letzten Verlust der Bundesbank gab es 1979.
Der Technologiekonzern Bosch will abermals Stellen streichen – dieses Mal bei der Hausgerätesparte BSH. „Auf Basis des aktuellen Geschäftsvolumens plant die BSH, global bis Ende 2027 rund 3500 Stellen im indirekten Bereich abzubauen, davon 1000 bereits in diesem Jahr“, wie eine Unternehmenssprecherin mitteilte. Hierzulande seien von den Plänen in diesem Jahr 450 Stellen betroffen. Betriebsbedingte Kündigungen will die Bosch-Hausgerätesparte, zu der Marken wie Bosch, Siemens, Gaggenau und Neff gehören, den Angaben nach vermeiden.