Bonn – In ihrem Geschäft mit Glasfaser-Internetkunden will die Deutsche Telekom in diesem Jahr kräftig zulegen. Wie der Konzern mitteilte, hatte er bis zum Jahreswechsel an 7,9 Millionen Haushalten „Fiber to the Home“ (FTTH) verfügbar gemacht – das waren 2,5 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. 2024 sollen zwischen 2,5 und 3,0 Millionen hinzukommen.
Von der Gesamtzahl hatten Ende 2023 aber nur knapp eine Million einen entsprechenden FTTH-Vertrag abgeschlossen. Das Gros verzichtet also bisher auf das sehr schnelle und stabile, aber auch relativ teure Glasfaser-Festnetz. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der FTTH-Kunden pro Quartal in der Spanne 64 000 bis 88 000. Dieses Jahr rechnet Finanzvorstand Christian Illek damit, dass man pro Quartal „durch die Hunderttausend durchlaufen“, also sechsstellig sein werde.
Konzernchef Tim Höttges stellte zudem die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vor, in dem der Umsatz wegen negativer Wechselkurseffekte um 2,1 Prozent auf knapp 112 Milliarden Euro sank. Ohne Wechselkurseffekte wäre es ein kleines Plus gewesen. Der Nettogewinn lag bei 17,8 Milliarden Euro, was mehr als eine Verdopplung war. Das operative Ergebnis, das 2023 insgesamt nur um 0,7 Prozent stieg, soll 2024 um rund sechs Prozent zulegen. In Deutschland wuchs das operative Ergebnis 2023 um 4,1 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro.