Galeria verhandelt mit zwei Bietern

von Redaktion

Essen – Vier Bieter wollten die insolvente Kaufhauskette Galeria kaufen, nach dem Ende des Angebotszeitraums am Wochenende wird nun mit zwei davon konkret verhandelt. Das teilte Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus am Dienstag mit. „Es gibt Menschen, die in Galeria investieren wollen“, sagte er. Und das sind ja auch absolut gute Nachrichten.“

Wer die Investoren seien, verriet Denkhaus nicht. Beide hätten aber große Erfahrungen im deutschen Einzelhandel und verfügten über die erforderlichen Finanzmittel. Es seien keine Finanzinvestoren, sondern Firmen mit deutschem Hintergrund und internationalen Finanzierungspartnern.

Auch wenn es laut Denkhaus damit möglich sei, „Galeria als Ganzes fortzuführen“, werden nicht alle Filialen überleben. Er nannte das Ziel von „60 plus X Filialen“. Im Umkehrschluss heißt das: Bis zu 30 der 92 verbliebenen Galeria-Häuser stehen vor dem Aus. Zudem kündigte er einen Stellenabbau in der Konzernzentrale in Essen an. Sobald mit dem Eintritt in die nächste Phase des Insolvenzverfahrens im April Kündigungen rechtlich einfacher werden, könnten im schlechtesten Fall also tausende Mitarbeiter ihre Jobs verlieren.

Besonders bedroht sind dabei Filialen in Signa-Immobilien mit hoher Mietlast, etwa Köln Hohe Straße, Frankfurt Hauptwache oder der Rotkreuzplatz in München. Denkhaus strebt im Konzern je Filiale eine Umsatzmiete von sieben bis elf Prozent an. „Es macht keinen Sinn, eine Filiale mit mehr als 30 Prozent Mietbelastung fortzuführen, dafür finden wir auch keinen“, sagte er.  höß/dpa

Artikel 8 von 8