China untersucht EU-Exporte

von Redaktion

Peking – Das chinesische Handelsministerium hat eine Anti-Dumping-Untersuchung gegen Importe einer wichtigen Kunststoffart aus der Europäischen Union und den USA eingeleitet. Wie das Ministerium am Sonntag in Peking mitteilte, stehen Einfuhren von Polyoxymethylenen auf dem Prüfstand – einem Thermoplastik, das unter anderem bei der Herstellung von Handys, Autos und medizinischer Ausrüstung genutzt wird. Außer den EU-Ländern und den USA sind auch Japan und Taiwan von der Maßnahme betroffen. Für die Untersuchung gab das Handelsministerium zunächst eine Frist von einem Jahr vor, sie kann aber um weitere sechs Monate verlängert werden. Mit dem Verfahren reagiert China auf eine Reihe ähnlicher Untersuchungen der EU zu chinesischen Subventionen für seine Industrie. Vergangenen Monat etwa hatte die EU wegen des Vorwurfs unfairer Beschaffungspraktiken eine Untersuchung zum chinesischen Markt für medizinische Geräte eingeleitet. Die Regierung in Peking wertete diese Maßnahme als „Protektionismus“.

Artikel 3 von 4