Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende DB Cargo, plant einen Konzernumbau. © Hendrik Schmidt, dpa
Berlin – Die umstrittene Neuaufstellung bei der kriselnden Bahn-Güterverkehrstochter DB Cargo wird konkreter. Der Konzern unterrichtete in dieser Woche den Aufsichtsrat über die genauen Pläne, wie Cargo-Chefin Sigrid Nikutta am Freitag sagte. Neben dem Abbau von rund 2000 Stellen, vor allem durch den Weggang von Ruheständlern, soll der sogenannte Kombinierte Verkehr – etwa Containerverkehr von den Seehäfen oder Terminals – an Tochterunternehmen ausgelagert werden. Dort gelten andere Arbeitsbedingungen. Außerdem sollen bisher gemeinsam geführte Transportsegmente wie Stahl, Autos oder Chemieprodukte in jeweils eigene Geschäftsfelder aufgeteilt werden. Um die Transformation umzusetzen, stellt DB Cargo den eigenen Vorstand neu auf. Er bekommt ein neues Ressort für den Kombinierten Verkehr sowie eines für die neuen Segmente. Der Aufsichtsrat soll am 20. Juni der Umstellung zustimmen. Die Betriebsräte sowie die Gewerkschaft EVG versuchen, die Neuausrichtung in der geplanten Form zu verhindern.