Rüsselsheim – Opel ist wieder im Geschäft. Als einzige deutsche Marke im europäisch-amerikanischen Stellantis-Konzern verdient die Automarke seit einigen Jahren wieder Geld – nach einer schmerzhaften Sanierungskur. Am Stammsitz Rüsselsheim wird am heutigen Samstag das Jubiläum zu 125 Jahren Fahrzeugbau gefeiert, zu dem auch Bundeskanzler Olaf Scholz erwartet wird.
Gegründet von Adam Opel im August 1862 als Nähmaschinenfabrik stieg das Unternehmen in Rüsselsheim bei Frankfurt auf Druck der fünf Opel-Söhne bald auf die Produktion von Fahrrädern um. Nach einem erneuten Portfolio-Wechsel auf Automobile, die Firmengründer Adam Opel nie hatte bauen wollen, legte das Unternehmen ein rasantes Wachstum vor. Im westdeutschen Wirtschaftswunder stieg Opel zum zwischenzeitlichen Marktführer und wichtigsten Kontrahenten des VW-Konzerns auf. Rekord, Kapitän und der kompakte Kadett aus Bochum waren Bestseller (siehe rechtes Foto aus dem Jahr 1962), später trugen auch der Kleinwagen Corsa und der Sportwagen Manta zum Erfolg der Marke mit dem Blitz bei, der aber gar nicht immer zum Logo gehörte (Foto rechts unten, rechts oben: Oldtimer-Fans schieben Opel-Rennwagen an).