München – Für die deutschen Autobauer läuft es aktuell nicht gut: Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung der Beratungsgesellschaft EY gingen ihre Umsätze im ersten Quartal um rund zwei Prozent zurück und die Gewinne sogar um rund 25 Prozent. Weltweit dagegen stiegen Umsätze und Gewinne der Branche im Vergleich zum ersten Quartal 2023, besonders stark bei den japanischen Herstellern. Sie profitierten vom Wertverfall der japanischen Währung.
Die Umsätze der deutschen Hersteller gingen laut EY von Januar bis März im Jahresvergleich um 1,7 Prozent auf knapp 148 Milliarden Euro zurück. Die Umsätze anderer europäischer Hersteller sanken sogar um 9,1 Prozent. Die US-Hersteller dagegen legten um 2,2 Prozent auf einen gesamten Umsatz von rund 99,5 Milliarden Euro zu, die japanischen Hersteller um 16,6 Prozent auf rund 146 Milliarden Euro. Die Gewinne vor Zinsen und Steuern (Ebit) von Volkswagen, BMW und Mercedes summierten sich im ersten Quartal auf 12,5 Milliarden Euro, ein Rückgang im Vorjahresvergleich um 24,8 Prozent, wie EY konstatierte. Auch die US-Hersteller verbuchten allerdings ein Minus, und zwar um fast 14 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Die japanischen Konzerne dagegen machten 87 Prozent mehr Gewinn, er lag für alle Firmen bei 10,6 Milliarden Euro.