Europas Industrie fordert mehr Windräder

von Redaktion

Brüssel – Mehrere große europäische Industrieverbände fordern von der EU mehr Unterstützungsmaßnahmen für energieintensive Unternehmen. Wie aus einer Stellungnahme hervorgeht, muss die bestehende EU-Klimapolitik aus Sicht der Industrie durch einen Industriedeal und günstige Windenergie gestärkt werden. Unterstützt wird die gemeinsame Erklärung von den europäischen Verbänden der Chemieindustrie (Cefic), der Zementhersteller (Cembureau), der Stahlindustrie (Eurofer), der Windkraftunternehmen (WindEurope) und dem Verband Eurometaux der Nichteisenmetallerzeuger und -recycler.

„Die Windenergie deckt bereits 20 Prozent des Stromverbrauchs in Europa und ist daher eine strategische Ressource für die europäische Industrie“, heißt es. Die Stahlindustrie etwa benötige große Mengen klimafreundlichen Stroms, um grünen Stahl zu produzieren. Cefic teilte mit: „Die europäische Windbranche als Partner zu haben, wird ein entscheidendes Element für jede energieintensive Industrie sein.“ Ziel müsse es sein, Energieinfrastruktur selbst herzustellen. Dazu brauche man Rohstoffe.

Damit die EU ihre Ziele für Erneuerbare Energien erreicht, muss die Windkraft deutlich ausgebaut werden. Laut EU-Kommission müssen die Kapazitäten mehr als verdoppelt werden: Mehr als 500 Gigawatt installierte Leistung seien bis 2030 notwendig. Ende 2023 waren nach Angaben von WindEurope 221 Gigawatt installiert. Um den Ausbau voranzutreiben, hatte die Kommission im Oktober ein Windkraftpaket vorgestellt. So sollen nach Willen der Brüsseler Behörde zur Beschleunigung des Ausbaus zum Beispiel die nationalen Genehmigungsverfahren stärker digitalisiert werden. Bis 2030 sollen Erneuerbare Energien 42,5 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in der EU ausmachen.
DPA

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