Probleme bei Kartenzahlungen

von Redaktion

Bundesweit kam es gestern an Bezahlterminals zu Problemen mit der Kartenzahlung. © Michael Bihlmayer, Imago

Berlin – Gestern ist es seit dem frühen Morgen im ganzen Land zu erheblichen Problemen bei Kartenzahlungen gekommen. Wegen einer technischen Störung bei einem internationalen IT-Dienstleister funktionierten bundesweit viele Kredit-, Debit- und Girokarten nicht.

An den Automaten habe lediglich noch mit Girokarten problemlos Geld abgehoben werden können, teilte die Deutsche Kreditwirtschaft mit. Bei Debit- und Kreditkarten hätte es hingegen auch dabei vereinzelt zu Einschränkungen kommen können. Die Nutzung der Karten im Ausland sei ebenfalls betroffen gewesen. Die Störungen war nicht auf einzelne Bankinstitute beschränkt. Erst am späten Nachmittag war die Störung wieder behoben.

Dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sei bekannt, „dass es derzeit bei verschiedenen Finanzinstituten zu Störungen im Kartenzahlungsverkehr kommt“, so die Behörde. „Das BSI steht dazu im Austausch mit den Betroffenen und den zuständigen Behörden.“

Grund für die Einschränkung waren offenbar Probleme bei einem internationalen IT-Dienstleister, der auch für viele deutsche Banken und Sparkassen Zahlungen mit Kredit- und Debitkarten abwickele. „Wir analysieren gemeinsam mit Zahlungssystembetreibern und Anbietern den weiteren Sachverhalt“, teilte der Sprecher der Kreditwirtschaft mit. Die Beteiligten arbeiteten mit Hochdruck an der Behebung der Störung. Eine Cyberattacke könne nach aktuellem Kenntnisstand ausgeschlossen werden.

Bei dem betroffenen IT-Dienstleister handelt es sich um das zum US-Konzern Fiserv gehörende Unternehmen First Data, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mitteilte. Es liege ein technisches Problem vor. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Lösung des Problems und werden unsere Kunden so bald wie möglich informieren“, hieß es.

Die Probleme sind zwar flächendeckend und erheblich, doch rekordverdächtig sind sie nicht. Immer wieder kommt es zu Einschränkungen beim bargeldlosen Bezahlen. „Diese großflächigen Störungen passieren selten, haben aber enorme Auswirkungen, da viele Menschen sich mittlerweile auf ihre Karten verlassen und kein oder nur wenig Bargeld bei sich tragen im Alltag“, teilte Fachanwalt David Riechmann von der Verbraucherzentrale NRW mit. „Man kann derzeit nur raten, sich mit ausreichend Bargeld einzudecken, sei es am Geldautomaten oder das Sparschwein zu Hause leeren, damit man sich im Alltag nicht einschränken muss.“
DPA

Artikel 2 von 8