Milliardär Kretinsky kauft Royal Mail
London – Die Übernahme der angeschlagenen britischen Post durch den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky ist unter Dach und Fach: Die britische Regierung genehmigte das Geschäft am Montag. Die Übernahme „schützt Arbeitnehmer und essentielle Dienstleistungen“, hieß es in einer Erklärung der Regierung. Gleichzeitig verbleibe die Zentrale der Royal Mail in Großbritannien, was Arbeitsplätze und Steuereinnahmen sichere.
Großbritannien: Guinness wird knapp
London – Ausgerechnet vor Weihnachten wird in britischen Kneipen das beliebte Guinness-Bier knapp. Wirte im Königreich berichten derzeit, dass sie nicht mehr die gewünschte Menge an dem für seine dunkle Farbe und cremige Konsistenz bekannten Bier geliefert bekommen. Betroffen sind sogar die unzähligen Irish Pubs, deren Existenz ohne das aus Irland kommende Guinness kaum vorstellbar ist.
Neue Sanktionen gegen Russland
Brüssel – Die Europäische Union hat neue Sanktionen gegen Russland und seine Unterstützer in China, Nordkorea und im Iran verhängt. Die EU-Außenminister beschlossen am Montag in Brüssel das 15. Sanktionspaket seit der russischen Vollinvasion in der Ukraine im Februar 2022, wie es in einer Erklärung hieß. Zum ersten Mal verhängt die EU umfassende Sanktionen gegen sechs chinesische Firmen und einen Verantwortlichen, die „Drohnenkomponenten und mikroelektronische Bauteile zur Unterstützung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine liefern“. Die Folge sind Vermögens- und Einreisesperren, zudem wird europäischen Unternehmen der Handel mit diesen Firmen untersagt.
Mietvertrag aus DDR weicht Eigenbedarf
Karlsruhe – Ein noch zu DDR-Zeiten geschlossener Mietvertrag kann wegen Eigenbedarfs gekündigt werden. Es gelten nicht deshalb höhere Anforderungen, weil der Vertrag noch auf DDR-Recht abstellt, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe nach Angaben vom Montag. Das Landgericht Berlin soll den Fall nun neu verhandeln feststellen, ob die Voraussetzungen für eine Eigenbedarfskündigung nach bundesdeutschem Recht vorliegen.
Novo Nordisk baut Werk in Dänemark
Odense – Der mit Abnehmspritzen enorm erfolgreiche dänische Pharmariese Novo Nordisk will in Odense eine neue Fabrik für die Herstellung von Medikamenten gegen seltene Krankheiten errichten. In das sich auf 40 000 Quadratmetern erstreckende Projekt würden 8,5 Milliarden Kronen (gut 1,1 Milliarden Euro) investiert, teilte der Konzern am Montag mit. Die neue Produktionsanlage und das Lager in Odense seien „das erste Mal in diesem Jahrhundert, dass Novo Nordisk mit der Errichtung eines neuen Produktionsstandorts in Dänemark neue Wege beschreitet“.