München – Fast ein Vierteljahrhundert nach der Einführung des Euro-Bargelds lagert in bayerischen Haushalten und Unternehmen offenkundig immer noch eine große Zahl alter D-Mark-Scheine und Münzen: Im vergangenen Jahr wurden im Freistaat knapp 10,3 Millionen Mark in Euro umgetauscht, mehr als in jedem anderen Bundesland. Exakt waren es laut Bundesbank 10 296 865,63 Mark. Dafür erhielten die Besitzer knapp 5,3 Millionen Euro.
Die eingetauschte Summe entspricht fast einem Fünftel des deutschlandweiten Betrags von knapp 53,2 Millionen Mark beziehungsweise 27,2 Millionen Euro. Der bayerische Anteil war damit ebenso wie 2023 überdurchschnittlich hoch, denn in Bayern wohnt nur etwas mehr als ein Sechstel der deutschen Bevölkerung. Der Umtauschkurs liegt seit der Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung unverändert bei 1,95583 Mark für einen Euro.
Laut Bundesbank sind nach wie vor 12,2 Milliarden Mark Bargeld nicht eingetauscht worden, Restbestände dürfte es praktisch auf der ganzen Welt geben.
dpa