Tausende Telefonzellen entsorgt

von Redaktion

Abbau dauert länger als gedacht – Fernsprecher seit 2023 abgeschaltet

Telefonzellen auf dem Weg allen Elektroschrotts: Im Handy-Zeitalter braucht sie kaum noch jemand. Der Betrieb wurde völlig unwirtschaftlich. © Stefan Sauer/dpa

Bonn – Die Telekom ist mit dem Abbau von 12 000 Telefonzellen und anderen öffentlichen Telefonen, dier 2023 außer Betrieb genommen wurden, noch immer nicht fertig. Man gehe davon aus, den Abbau im Laufe des Jahres abschließen zu können, teilte der Konzern mit.

Vor zwei Jahren hatte die Telekom die Fernsprecher ausgeschaltet und dies mit einem stark rückläufigen Bedarf begründet – im Handyzeitalter ist keine Telefonzelle mehr nötig, um unterwegs jemanden anzurufen. Ihr Betrieb sei nicht wirtschaftlich, sie seien veraltet und verbrauchten große Mengen an Energie, so die Telekom. Einst hatte es in Deutschland sogar 160 000 öffentliche Telefone gegeben, diese Zahl sank mit den Jahren. Die letzten gelben Häuschen, die noch aus Bundespost-Zeiten stammten, verschwanden 2018. In vielen Städten sind die magentafarbenen Stelen, Telefonhäuschen und anderen Apparate noch immer zu sehen, obwohl sie keine Funktion mehr haben.

„Die Standorte werden Schritt für Schritt zurückgebaut“, sagt eine Firmensprecherin. Hierbei könne die Telekom nicht allein vorgehen, sondern sie sei auf die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und Behörden angewiesen. Die Koordination sei aufwendig und werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. So könne es Monate dauern, bis der Energieversorger einen Auftrag zur Stromabstellung umsetze.

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