Lange Sperrung am Berliner Hauptbahnhof

von Redaktion

Die Sanierung zieht sich bis Mitte April. © Hannes P. Albert/dpa

Berlin – Die untere Ebene des Berliner Hauptbahnhofs wird für Bauarbeiten ab Mitte Februar für gut zwei Monate halbseitig gesperrt. Statt der acht Gleise können vom 17. Februar bis zum 22. April wechselweise nur vier Gleise genutzt werden. An zwei verlängerten Wochenenden kommt es sogar zu einer Vollsperrung der acht Gleise des Tiefbahnhofs, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Berlin bleibe gut an den Fernverkehr angebunden, hieß es. Es werde jedoch geänderte Ankunfts- und Abfahrtszeiten geben. „Lediglich an den Wochenenden der Vollsperrungen werden die Fernverkehrszüge statt in Berlin Hauptbahnhof und Südkreuz voraussichtlich an anderen Berliner Fernbahnhöfen halten.“ Die S-Bahn und der oberirdische Teil des Hauptbahnhofs seien von den Arbeiten nicht betroffen. Im Regionalverkehr werden mehrere Linien umgeleitet oder Halte fallen aus.

Hintergrund ist, dass sechs zusätzliche Weichen sowie zwei neue Signale an den Gleisen im Keller des Hauptbahnhofs eingebaut werden sollen, „damit Züge künftig schneller und flexibler an die Bahnsteige gelangen“. Die Bahn argumentiert, dass der Verkehr am Hauptstadt-Hauptbahnhof seit seiner Eröffnung 2006 kontinuierlich zugenommen habe. Als Beispiel nennt sie die stündliche Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Berlin und München. Die Reisenden bekämen das erhöhte Verkehrsaufkommen vor allem dann zu spüren, wenn sich die Einfahrt der Züge in den Tiefbahnhof verzögere, weil die Gleise belegt seien. Die Komplettsperrung des Tiefbahnhofs plant die Bahn vom 21. bis zum 24. März und über die Osterfeiertage vom 18. bis zum 22. April.
DPA

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