Stimmung im Mittelstand etwas besser
München – Die Stimmung unter den Mittelständlern in Deutschland ist im Januar erstmals seit April 2024 wieder etwas gestiegen. Das Mittelstandsbarometer der Förderbank KfW und des Münchner Ifo-Instituts kletterte um 0,6 Punkte auf einen Wert von minus 21,4 Punkten, wie die KfW am Montag in Frankfurt am Main mitteilte. Die leichte Aufhellung sei jedoch „nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, erklärte KfW-Konjunkturexperte Klaus Borger. Der leichte Aufschwung ging den Angaben zufolge „praktisch alleine“ auf Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor zurück. Die Stimmung bei den großen, exportorientierten Industrieunternehmen rutsche indes „immer tiefer in den Keller“, erklärte Borger.
Polen investiert in Sicherheit
Warschau – Der polnische Regierungschef Donald Tusk hat Rekord-Investitionen in Höhe von umgerechnet 155 Milliarden Euro angekündigt, die größtenteils in die Sicherheit des Landes fließen sollen. „Noch nie in der Geschichte der polnischen Wirtschaft wurde solch eine Summe“ investiert, sagte Tusk am Montag bei einer Ansprache in der Warschauer Börse.
Zuckerverbrauch deutlich gesunken
Berlin – Der Verbrauch von Zucker in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Der Pro-Kopf-Verbrauch sank von 33,9 Kilogramm auf 30,4 Kilogramm, wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn am Montag mitteilte. Das war der zweite Rückgang in Folge. Zugleich stieg die heimische Zuckerproduktion dank einer guten Rübenernte deutlich an, viel davon wurde exportiert.
Nokia will mit KI wachsen
Helsinki – Der finnische Telekommunikationsausrüster Nokia, Spezialist für Mobilfunknetze, will sein Geld künftig vermehrt im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) verdienen. Nokia ernannte am Montag einen neuen Chef, den KI-Spezialisten Justin Hotard aus den USA. Er werde sein Amt am 1. April übernehmen, kündigte das Unternehmen am Montag an.
Auftragsminus bei Elektroindustrie
Berlin – Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat das Jahr 2024 mit einem Auftragsminus abgeschlossen und erwartet weiterhin schwierige Geschäfte. Die Bestellungen blieben um 9,6 Prozent unter dem Wert von 2023, wie der Branchenverband ZVEI in Frankfurt mitteilte. Im Dezember lief es besonders schlecht: In dem Monat verbuchten die Unternehmen 19,5 Prozent weniger Aufträge als ein Jahr zuvor. Damit war der Rückgang etwa doppelt so hoch wie im Durchschnitt der vorherigen elf Monate. Sowohl im Dezember als auch im Gesamtjahr 2024 war das Minus bei den Inlandsbestellungen deutlich größer als bei den Orders aus dem Ausland.