Inflation deutlich überschätzt
Köln – Viele Menschen in Deutschland nehmen die Preissteigerungen insbesondere bei Lebensmitteln als deutlich höher wahr, als sie tatsächlich sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die allgemeine Teuerungsrate im vergangenen Jahr wird von den Befragten auf 15,3 Prozent geschätzt. Dabei hatte sie nur 2,2 Prozent betragen. „2023 sind die Preise stark gestiegen, 2024 nicht mehr. In der Wahrnehmung der Verbraucher haben sie allerdings erneut deutlich zugelegt. Viele merken nicht, dass die Teuerung sich abgeschwächt hat“, sagte Studienautor Matthias Diermeier.
Teuerung in den USA gestiegen
Washington – In den USA hat sich die Inflation zu Beginn des Jahres überraschend verstärkt. Sie kletterte zudem auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr. Im Januar stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,0 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Die US-Notenbank Fed strebt auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Nach Veröffentlichung der Preisdaten erwarten Experten erst zum Jahresende eine weitere Zinssenkung. US-Präsident Donald Trump forderte indes Zinssenkungen.
Gastro wichtiger für Innenstädte
Köln – Restaurants, Cafés und Bars gewinnen in den Innenstädten in Deutschland an Bedeutung. Für 40 Prozent der Passanten sind die gastronomischen Angebote ein Motiv für den Innenstadtbesuch, wie eine neue Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts IFH zeigt. Der Anteil ist deutlich gestiegen, 2022 lag er bei 35 Prozent, 2020 bei 26 Prozent.
125 Milliarden Euro Schaden durch Wetter
Berlin – Stürme, Überflutungen und Hitzewellen haben einer Berechnung zufolge in Deutschland in den vergangenen rund 30 Jahren für Schäden von inflationsbereinigt etwa 127 Milliarden US-Dollar gesorgt. Das geht aus einem Klima-Risiko-Index hervor, den die Umweltorganisation Germanwatch veröffentlicht hat und der die ökonomischen und weitere Klimafolgen im Zeitraum 1993 bis 2002 in den Blick nimmt. Stürme, Hitzewellen und Überflutungen sind durch die Erderwärmung häufiger und intensiver geworden.
Commerzbank könnte 4000 Stellen abbauen
Frankfurt – Die Commerzbank könnte im Abwehrkampf mit der italienischen Großbank Unicredit tausende Stellen streichen. Eine Konzernsprecherin wollte sich icht äußern und verwies auf den Kapitalmarkttag des Dax-Konzerns an diesem Donnerstag. Dann will die Commerzbank eine nachgeschärfte Strategie für die kommenden Jahre vorlegen sowie Details zur Bilanz 2024. Schon vor wenigen Wochen gab es Berichte, wonach die Commerzbank im Ringen mit der Unicredit Arbeitsplätze im niedrigen Tausenderbereich abbauen könnte.