Washington – US-Präsident Donald Trump hat bekräftigt, an seinem harten handelspolitischen Kurs mit Zöllen gegen Freund und Feind festhalten zu wollen. „Es wird ein wenig Durcheinander geben, aber damit kommen wir klar“, sagte er vor dem Kongress. Sein Handelsminister Howard Lutnick ließ jedoch durchblicken, dass es im Zollstreit mit den Nachbarländern Mexiko und Kanada eine Einigung geben könnte. „Ich denke, er wird etwas mit ihnen ausarbeiten.“
Bei der Verhängung von Zöllen gehe es „nicht nur um den Schutz amerikanischer Arbeitsplätze“, sagte Trump. „Es geht um den Schutz der Seele unseres Landes.“ Der von den USA ausgelöste Handelsstreit war zuvor eskaliert. Seit Dienstag sind Lieferungen aus Kanada und Mexiko in die USA mit 25 Prozent Einfuhrzoll belegt, bei kanadischem Öl und Gas sind es zehn Prozent. Der kanadische Premierminister Justin Trudeau kündigte Gegenzölle in Höhe von 25 Prozent auf Waren aus den USA an. Bereits bestehende Strafzölle gegen China verdoppelte Trump von zehn auf 20 Prozentpunkte.
Zumindest für die US-Autohersteller hat Trump am Mittwoch einen einmonatigen Aufschub gewährt. Trump habe mit den drei großen Autoherstellern gesprochen, sagte seine Sprecherin. Mutmaßlich meinte sie General Motors, Ford und Stellantis. „Wir werden eine einmonatige Ausnahmeregelung für alle Autos gewähren, die über das USMCA kommen“, sagte sie. Das USMCA ist ein Nordamerika-Freihandelsabkommen, das die USA, Mexiko und Kanada während Trumps erster Amtszeit unterzeichnet haben.