Washington – Donald Trump hat ein Versprechen aus dem Präsidentenwahlkampf in den USA eingelöst und die Bildung einer US-Reserve für Digitalwährungen angeordnet. Allerdings: In einer strategischen Reserve sollen Einheiten der bekanntesten Kryptowährung Bitcoin gelagert werden, die sich bereits etwa durch Beschlagnahmungen in der Hand der US-Regierung befinden. Dem amerikanischen Digitalwährungs-Beauftragten David Sacks zufolge werden sich das Handels- und das Finanzministerium weitere Bitcoin für diese Reserve beschaffen dürfen, allerdings ohne Kosten für die Steuerzahler.
Zudem sollen in einem weiteren Bestand andere Digitalwährungen wie etwa Ethereum und Solana gelagert werden. Die US-Regierung werde aber nicht aktiv nach Wegen suchen, diese Bestände auszubauen.
Das ernüchterte die Krypto-Gemeinde. Die Investoren hatten gehofft, Trump würde einen Plan zum aktiven Kauf von Bitcoin und anderen Kryptowährungen ankündigen. Der Bitcoin fiel um rund sechs Prozent wieder unter die Marke von 90 000 US-Dollar und notierte zuletzt bei knapp 89 000 Dollar. Später erholte sich der Kurs etwas und lag mit etwa 1,8 Prozent im Minus. Unter anderem durch Aktionen gegen Kriminelle sind bei der US-Regierung zehntausende Bitcoin-Einheiten gelandet. Sacks zufolge wird der Bestand auf 200 000 Bitcoin geschätzt. Bei einem Kurs von etwa 88 000 Dollar pro Bitcoin würde das einem Wert von mehr als 17 Milliarden Dollar entsprechen.
Trump hat angekündigt, die USA zum „Krypto-Zentrum der Welt“ zu machen. Für Freitag war ein Treffen Trumps mit führenden Vertretern der Kryptowährungsbranche geplant, das zum Redaktionsschluss noch lief.