Wirtschaft zwischen Hoffen und Bangen

von Redaktion

Erste Lichtblicke zum Beispiel bei Maschinenbauern. Doch insgesamt bleibt die Lage angespannt. © Jan Woitas/dpa

Wiesbaden – Gegensätzliche Signale von der Konjunktur in Deutschland: Hoffnung machen eine überraschend starke Industrieproduktion und stabile Auslandsaufträge für die heimischen Maschinenbauer im Januar. Überlagert wird dies jedoch von einer schwachen Außenhandelsbilanz und der Aussicht auf weitere Bremsklötze für „Made in Germany“ durch zunehmende Handelskonflikte und höhere Zollschranken.

„Die deutsche Exportwirtschaft befindet sich im freien Fall“, kommentiert daher der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura. „Nach einem bereits historisch schlechten Jahresstart sinken die Zahlen immer noch weiter. Es fehlt in unserem Sektor völlig an Dynamik und Impulsen.“ Für Januar steht sowohl im Vergleich zum Dezember als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Minus in der Ausfuhrbilanz, wie aus den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Heimische Hersteller lieferten im ersten Monat des Jahres 2025 Waren im Gesamtwert von 129,2 Milliarden Euro ins Ausland. Das waren 2,5 Prozent weniger als im Dezember und 0,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Das Gesamtjahr 2024 hatten Deutschlands Exporteure trotz Zuwächsen im Dezember mit einem Minus abgeschlossen. Insgesamt exportierte Deutschland nach den jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr Waren im Gesamtwert von 1556 Milliarden Euro und damit 1,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Einfuhren nach Deutschland legten unterdessen im Januar auf 113,1 Milliarden Euro zu, wie aus den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Das ist ein Plus sowohl im Vergleich zum Vormonat (plus 1,2 Prozent) als auch zum Vorjahresmonat (plus 8,7 Prozent).

Mit einem unerwartet erfreulichen Plus begann das Jahr 2025 hingegen für die deutsche Industrieproduktion: Im Januar legte die Fertigung in den Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes laut Statistik im Monatsvergleich um 2,0 Prozent zu.
DPA

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