Nürnberg – Die Wirtschaftsschwäche hat den Arbeitsmarkt in Bayern fest im Griff. „Die Arbeitslosigkeit nimmt im März zwar ab, allerdings deutlich weniger als sonst in diesem Monat“, sagte der Chef der Regionaldirektion der Arbeitsagentur für Arbeit, Markus Schmitz. Im Vergleich zum Februar sank die Zahl der Arbeitslosen saisonbedingt leicht um 2,2 Prozent auf 319 477. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Zahl dagegen deutlich um 13,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag im März bei 4,1 Prozent – so hoch wie lange nicht mehr. Zuletzt habe diese 2013 in einem März höher gelegen, hieß es. „Die konjunkturelle Schwäche prägt weiterhin den Arbeitsmarkt, was sich auch in der Kurzarbeit widerspiegelt“, erläuterte Schmitz. Betroffen sei vor allem die Automobil- und Zulieferbranche. Es seien mehr Anzeigen auf Kurzarbeitergeld eingegangen. Wie viele Beschäftigte davon tatsächlich in Kurzarbeit gehen, lässt sich vorab nicht mit Sicherheit sagen.
Aktuelle Zahlen zur Kurzarbeit liegen der Regionaldirektion für Dezember 2024 vor: Demnach bezogen in diesem Monat rund 50 500 Beschäftigte Kurzarbeitergeld – eine Steigerung um 104 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es sei zu erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzen werde, hieß es. Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen den bayerischen Jobcentern 59 581 neue Arbeitsstellen – 17,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.