München – Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für ein wichtiges deutsch-französisches Projekt in der Rüstungsindustrie gegeben. Die Bonner Behörde gab am Freitag die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens von Rheinmetall, KNDS Deutschland, KNDS Frankreich und Thales frei. Zu KNDS gehört auch Krauss-Maffei-Wegmann in München. Das neue Unternehmen mit Sitz in Deutschland, genannt MGCS-Projekt Company, soll einen Kampfpanzer für die Bundeswehr und die französische Armee entwickeln. Nach Angaben der Regierungen beider Länder geht es bei dem Projekt um die Entwicklung eines gänzlich neuen Waffensystems: mehrere „miteinander vernetzte Gefechtsfahrzeuge“, die unter anderem auf Künstliche Intelligenz setzen und teils unbemannt seien. Perspektivisch soll es den deutschen Kampfpanzer Leopard 2 und den französischen Leclerc ersetzen. Ursprünglich sollte das System 2035 verfügbar sein, inzwischen ist die Rede eher von 2040.
DPA