Wie die Bahn zu Ostern fährt

von Redaktion

Die Bahn bietet mehr und weniger Fahrten über die Feiertage an. Es empfiehlt sich, die aktuellen Fahrpläne zu prüfen. © dpa

München – Rund um die anstehenden Feiertage wird der Zugverkehr ausgedünnt. „Traditionell nutzt die Deutsche Bahn die Osterzeit für Instandhaltungsarbeiten im Schienennetz“, teilte das Unternehmen jetzt mit. Als Grund nennt die Bahn das geringere Aufkommen an Pendlern, Schülern und Geschäftsreisenden. Zwischen den Metropolen und in die Feriengebiete sei ein verlässliches Angebot trotz bundesweiter Baumaßnahmen aber gewährleistet. Allerdings müssen sich manche Reisende auf zusätzliche Umstiege einstellen. Einige Bahnhöfe an den Strecken werden nur mit Regionalzügen erreichbar sein.

Die veränderten Reisezeiten sind bereits in die Fahrpläne integriert und über die Navigator-App oder das Webportal der Bahn auch abrufbar. 20 Minuten länger dauern zum Beispiel Fahrten zwischen Dortmund und Essen durch den Ausbau des Rhein-Ruhr-Express. Ganz gesperrt wird vom 7. bis 24. April die Strecke zwischen Bremen und Hannover. Grund sind bei Straßenbauarbeiten entstandene Schäden an dem Gleisanlagen. Gedulden müssen sich Reisende auch, die von Berlin nach München fahren wollen. Die Züge werden wegen eines Streckenausbaus zwischen Bamberg und Nürnberg über Würzburg umgeleitet. Die Fahrten dauern 100 Minuten länger. Sogar zwei Stunden mehr sollten Bahnkunden auf der Rheintalstrecke einplanen. Auf einem Abschnitt müssen sie in Busse umsteigen.

Es gibt an anderer Stelle auch gute Nachrichten. So richtet die Bahn in der Osterzeit zusätzliche Verbindungen in Ferienregionen ein. 100 Fernzüge kommen dabei zum Einsatz. Erstmals führt eine Direktverbindung von München über den Brenner bis nach Ancona an der Adriaküste. Der Railjet-Zug startet ab Gründonnerstag täglich am Vormittag. Auch Verona, Bologna und Rimini sind damit zu erreichen. Zwischen Frankfurt am Main und der Europa-Hauptstadt Brüssel verkehrt täglich ein Abendzug.

Auch die deutschen Feriengebiete werden besser von der Bahn bedient. Eine zusätzliche Intercity-Verbindung bringt Urlauber aus dem Rheinland nach Ostfriesland. Die Fahrt beginnt in Köln und führt über das Ruhrgebiet zum Fähranleger Richtung Borkum. Ab Karfreitag können die Berliner zusätzliche Reisemöglichkeiten an die Ostseeküste nutzen. Dabei geht es nach Rostock, Stralsund und Binz auf Rügen.

Die Bahn rät dazu, sich über die Auslastung der Züge im Navigator oder dem Webportal des Unternehmens zu informieren. Es gebe auch noch günstige Tickets, verspricht die Bahn. Eine Sitzplatzreservierung sei unbedingt ratsam. Denn über Ostern wird es wieder voll in den Fernzügen der Deutschen Bahn. Insbesondere an den Hauptreisetagen am Gründonnerstag, Karfreitag und Ostermontag sei mit einem hohen Verkehrsaufkommen zu rechnen, teilte der bundeseigene Konzern mit. Schon jetzt seien viele Fahrten gut gebucht. In einigen Bundesländern beginnt der Reiseverkehr bereits an diesem Wochenende: In Bremen, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist Ferienbeginn.

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