IN KÜRZE

von Redaktion

Frankreich diskutiert neue Reichensteuer

Paris – Die reichsten Franzosen sollen künftig dauerhaft eine Reichensteuer zahlen. Frankreichs Wirtschaftsminister Eric Lombard kündigte an, dass eine ursprünglich nur zeitweise Regelung künftig dauerhaft gelten solle. Diese Sonderabgabe bringe dem Staat etwa zwei Milliarden Euro ein. Es seien mehrere zehntausend Haushalte betroffen. Die Schwelle für die Reichensteuer liegt derzeit bei einem Jahres-Bruttoeinkommen von 250 000 Euro für Einzelpersonen und ab 500 000 Euro für Paare.

Lage im Tiefbau bessert sich wieder

München – Die deutschen Tiefbauunternehmen, zu denen der Straßenbau gehört, sind auf dem Weg in bessere Zeiten. Die Auslastung ihrer Kapazitäten ist im März saisonbereinigt um 2,5 Punkte auf 72,6 Prozent gestiegen, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilt. In den nächsten zwei Jahren sei ein weiterer Anstieg zu erwarten, bei dem das bisherige Maximum von rund 80 Prozent erreicht oder sogar überschritten werden könnte. Grund ist der neue Infrastrukturfonds des Bundes, der für zusätzliche Nachfrage sorgen werde.

Unicredit darf Aktien der Commerzbank kaufen

Frankfurt/Bonn – Die Unicredit kommt bei einer möglichen Übernahme der Commerzbank voran: Das Bundeskartellamt genehmigte eine Beteiligung der Italiener von 29,99 Prozent. „Schon durch den angemeldeten Minderheitserwerb kommt es zu einer Stärkung der Marktposition der Unicredit im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland“, sagte Kartellamtchef Andreas Mundt laut Mitteilung. Allerdings seien „in allen Bereichen weitere bedeutende Wettbewerber tätig“. Daher habe die Wettbewerbsbehörde das Vorhaben freigegeben. Die Unicredit hatte im September den Teilausstieg des Bundes bei der Commerzbank genutzt und war bei Deutschlands zweitgrößter Privatbank eingestiegen.

Wirecard-Klage wird im Oktober verhandelt

Karlsruhe – Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt am 16. Oktober über eine Schadenersatzklage von Anlegern des insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard. In dem Verfahren geht es um die grundsätzliche Frage, ob Aktionäre mit Schadenersatzansprüchen an der Insolvenzmasse beteiligt werden können. Rund 50 000 Wirecard-Aktionäre haben 8,5 Milliarden Euro Schadenersatzansprüche angemeldet. Zusammen mit den Forderungen weiterer Gläubiger summieren sich die Anmeldungen laut Gericht auf rund 15,4 Milliarden Euro. Die derzeit vorhandene Insolvenzmasse beträgt 650 Millionen Euro.

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