Fed vor Sitzung unter Druck

von Redaktion

Washington – Seit Wochen nimmt US-Präsident Donald Trump den Präsidenten der Zentralbank Fed unter Beschuss. Jerome Powell sei ein „großer Loser“ und müsse endlich die Leitzinsen senken, forderte Trump. Damit stellt der Rechtspopulist die Unabhängigkeit der Fed wie kaum ein anderer Präsident in Frage. Finanzexperten setzen indes auf Powells Stehvermögen: Sie rechnen damit, dass der Fed-Chef sich Trumps Rufen nach billigem Geld vorerst widersetzt.

Im Streit Trump gegen Powell richten sich alle Augen auf die Sitzung der Federal Reserve (Fed), die am Dienstag in Washington begann. Der sogenannte Offenmarktausschuss (FOMC) berät unter Powells Leitung. Experten rechnen damit, dass der Fed-Chef am Mittwoch verkündet, den Leitzins wie bisher in der Spanne von 4,25 bis 4,5 Prozent zu belassen.

Der 78-jährige Trump macht dagegen massiv Druck auf den 72-jährigen Powell, einen Zinsschnitt zu veranlassen und den Banken eine günstigere Geldaufnahme zu ermöglichen. Trump schmähte den erfahrenen Zentralbanker als „Mr. (Mister) Zu Spät“ und drohte wiederholt mit seinem Rauswurf. Dies verunsicherte die Anleger, Kursverluste an den US-Börsen waren die Folge.

Was tatsächlich passiert ist: Als Donald Trump jüngst die Absetzung von Powell forderte, reagierten die Märkte mit Kursverlusten.

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