Frankfurt – Der Rückschlag für CDU-Chef Friedrich Merz bei der Kanzlerwahl hat am Dienstag auch einen Rücksetzer am Aktienmarkt ausgelöst. Der Dax rutschte schon kurz nach dem Auftakt ins Minus und verstärkte diese Bewegung nach der Merz-Pleite im ersten Wahlgang. Zuletzt büßte der Leitindex 1,8 Prozent auf 22 917 Punkte ein.
Die Nicht-Wahl von Merz sorgte unter Anlegern für Unsicherheit, hatten seine umfangreichen Investitionsvorhaben in Rüstung und Infrastruktur doch zuletzt als wichtiger Treiber dafür gegolten, dass sich der Dax dem Rekordniveau wieder annähern konnte. Im Monat März hatte das historische Finanzpaket dem Dax in ersten Reaktionen seine bisherige Bestmarke beschert, bevor dann die von US-Präsident Donald Trump angezettelten Zollkonflikte dazwischengefunkt hatten. Noch am Montag war der Dax den neunten Handelstag in Folge gestiegen. Zeitweise fehlten dem deutschen Börsenbarometer nur etwas mehr als 100 Punkte bis zu seinem Höchststand von 23 476 Zählern.
Sinnbild der Unsicherheit waren am Dienstag auch die Aktien aus dem Rüstungssektor, bei denen Anleger nach der langen Rallye dazu übergingen, Gewinne mitzunehmen. Rheinmetall büßten zuletzt im Dax vom Rekordniveau kommend gut drei Prozent an Wert ein. Renk und Hensoldt sackten im MDax indes um bis zu 3,7 Prozent ab.