Düsseldorf – Das vom Facebook-Konzern Meta geplante Training seiner KI-Software Meta AI durch Nutzerdaten aus Instagram und Facebook stößt auf Kritik von Verbraucherschützern. Das Vorgehen verstoße gegen europäisches Datenschutzrecht, teilte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW) mit. Man habe Meta daher abgemahnt.
Laut Meta plant die VZ NRW, eine einstweilige Verfügung gegen das KI-Training von Meta zu beantragen. Solch eine Unterlassungsverfügung bedrohe deutsche KI-Innovation, Wirtschaftswachstum und den EU-Binnenmarkt, teilte Meta in einer Stellungnahme mit. „Dieses Training ist in der Branche üblich und entscheidend dafür, dass unsere modernen KI-Produkte und -Modelle die deutsche Kultur, Sprache und Geschichte zunehmend besser verstehen und wiedergeben“, hieß es.
Meta hatte Mitte April angekündigt, seine KI „bald“ mit öffentlich zugänglichen Beiträgen erwachsener Nutzer sowie mit Interaktionen von Nutzern mit Meta AI zu trainieren. Laut Verbraucherzentrale hatte Meta die Nutzer von Instagram und Facebook über das Vorhaben per InApp-Mitteilung oder E-Mail informiert.