Jeder vierte Altenpfleger aus dem Ausland
Nürnberg – Fast jede vierte Pflegekraft in einem deutschen Altenheim kommt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aus dem Ausland. Ohne ausländische Pflegekräfte würde die Branche schon heute kollabieren, so die Agentur. Die Zahl der Beschäftigten in der Pflegebranche ist demnach seit 2015 um gut 20 Prozent auf 1,72 Millionen gewachsen – deutlich stärker als im gesamten Arbeitsmarkt. Zum dritten Jahr in Folge ging der Beschäftigungszuwachs in der Pflege demnach allein auf ausländische Beschäftigte zurück. 18 Prozent der Pflegekräfte in Altenheimen, Krankenhäusern und der ambulanten Pflege stammten inzwischen aus dem Ausland, in Altenheimen lag der Anteil bei fast 24 Prozent.
Musk als Grund für Tesla-Ablehnung
Hamburg – Grund für den sinkenden Absatz von Tesla-Elektroautos in Deutschland ist laut einer Umfrage vor allem Unternehmenschef Elon Musk. „Weil Musk im Bundestagswahlkampf offen die AfD unterstützt hat, kommt ein Tesla-Kauf für einige der klassischen Zielgruppen des Herstellers nicht mehr infrage“, sagte Björn Welzel vom Marktforschungsunternehmen Uranos dem „Spiegel“. Unter den E-Auto-Kaufinteressenten sagten 85 Prozent, keinen Tesla erwerben zu wollen – in den Jahren zuvor hatten sich 65 bis 75 Prozent ablehnend geäußert. Knapp zwei Drittel dieser Gruppe führten zuletzt ebenfalls Musk als Grund an.
Chinas Exporte sind kräftig gestiegen
Peking – Mitten im Handelskrieg mit den USA hat China seine Exporte in alle Welt kräftig gesteigert: Sie legten im April um 8,1 Prozent im Vorjahresvergleich zu, wie die chinesischen Zollbehörden am Freitag mitteilten. Die Ausfuhren in die USA allerdings schrumpften im April um 17,6 Prozent im Vergleich zum März. Die Tatsache, dass „der durch die US-Zölle verursachte Schaden in den Handelsdaten für April nicht sichtbar wurde“, könnte teilweise auf „Umschichtungen in andere Länder“ zurückzuführen sein, erklärte Analyst Zhiwei Zhang von Pinpoint Asset Management.
US-Autobranche kritisiert Handelsvereinbarung
Washington – Der Handelspakt von US-Präsident Donald Trump mit Großbritannien kommt bei der US-Autoindustrie schlecht an. Grund: die Senkung der Einfuhrzölle für 100 000 britische Autos von 25 auf zehn Prozent. Damit würden Hersteller aus Großbritannien gegenüber der eigenen Industrie bevorzugt, kritisierte der Branchenverband AAPC. Er vertritt die drei großen Konzerne Ford, General Motors und den Konzern Stellantis mit Marken wie Jeep und Dodge.