Teilzeitquote auf Rekordniveau
Nürnberg – Noch nie wurde in Deutschland so viel in Teilzeit gearbeitet wie im ersten Quartal 2025. Das ergab die neue Arbeitszeitrechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Die Teilzeitquote sei im ersten Quartal um weitere 0,4 Punkte auf 39,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sei die Zahl der Teilzeitbeschäftigten um 190 000 auf 16,75 Millionen gestiegen.
Weniger bekommen Urlaubsgeld
Berlin – Der Anteil der Beschäftigten der Privatwirtschaft in Deutschland, denen Urlaubsgeld ausgezahlt wird, ist verglichen mit dem Vorjahr gesunken. Wie eine am Dienstag vorgestellte Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung ergab, erhalten 44 Prozent der Befragten Urlaubsgeld – meist mit dem Gehalt für Juni oder Juli. Vor einem Jahr lag der Wert noch bei 46 Prozent, davor bei 47 Prozent.
Inflation in Eurozone unter zwei Prozent
Luxemburg – In der Eurozone ist die Inflation im Mai unter zwei Prozent gefallen. Die Inflationsrate sei auf 1,9 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg laut einer ersten Schätzung mit. Im April hatte die Rate noch bei 2,2 Prozent gelegen. Der Rückgang war stärker als von Volkswirten erwartet. Diese hatten mit 2,0 Prozent gerechnet. Die Inflation in der Eurozone ist damit auf den niedrigsten Stand seit September 2024 gefallen. Sie liegt jetzt unter dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent. An diesem Donnerstag wird eine weitere Leitzinssenkung erwartet.
Arbeitslosigkeit im April stabil
Luxemburg – Die Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union stagniert. Die saisonbereinigte Quote lag im April wie bereits im Vormonat bei 5,9 Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat mit Sitz in Luxemburg am Dienstag mitteilte. Im April des vergangenen Jahres war die Quote mit 6,0 Prozent nur leicht höher gewesen. Die höchsten Arbeitslosenquoten verzeichneten im April Spanien (10,9 Prozent) und Finnland (9,1 Prozent). Am niedrigsten waren die Quoten in Tschechien, Malta (beide 2,7 Prozent) und Polen (3,3 Prozent).
Großinsolvenzen 2024 auf Rekordhoch
München – Die Zahl der großen Pleiten in Deutschland ist 2024 nach Angaben des Kreditversicherers Allianz Trade auf eine Rekordzahl angestiegen. „Insgesamt gab es 87 Großinsolvenzen im Jahr 2024 mit einem kumulierten Umsatz von 17,4 Milliarden Euro“, erklärte Allianz Trade. 2025 bringe keine Verschnaufpause. „Angesichts der trüben wirtschaftlichen Aussichten sowohl in Deutschland als auch beim Welthandel und den vielen Unsicherheiten durch das Zoll-Gewitter gehen wir auch 2025 von weiterhin vielen Großinsolvenzen und damit hohen Schäden aus“.