Industrie baut 20 000 Stellen ab

von Redaktion

München – Die bayerische Metall- und Elektroindustrie hat innerhalb eines Jahres 20 000 Arbeitsplätze abgebaut. Allein im ersten Quartal dieses Jahres waren es demnach fast 10 000 Stellen, wie die zwei Branchenverbände bayme und vbm mitteilten. Das war demnach der stärkste Rückgang der Belegschaften seit der Finanzkrise 2009 und das fünfte Quartal sinkender Beschäftigung in Folge. Im Schnitt der ersten drei Monate beschäftigten die Unternehmen der wichtigsten bayerischen Industriebranche noch 855 470 Menschen.

Ursache ist die nach wie vor schlechte Auftragslage, auch wenn mittlerweile der Abwärtstrend gestoppt scheint. Die Produktion war dem Konjunkturreport zufolge im ersten Quartal zwar gut zwei Prozent höher als im Schlussquartal 2024, aber immer noch gut drei Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Verbessert hat sich jedoch der Auftragseingang, der im Vergleich sowohl zum Jahresende 2024 als auch zum ersten Quartal 2025 zulegte.

„Vor allem die hohen Energie- und Zinskosten, die hohe Bürokratiebelastung, die wachsende Konkurrenz aus China sowie die politischen Unsicherheiten im In- und Ausland haben dazu geführt, dass die bayerische M+E Industrie ihre Produktion deutlich zurückfahren musste“, sagte Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der beiden Verbände.

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