Direktverbindung per Bahn nach London

von Redaktion

Viele Sehenswürdigkeiten warten in London auf deutsche Besucher, etwa die berühmten roten Telefonzellen oder der Big Ben. © Julia Kilian/dpa

London/Frankfurt – Das Bahnunternehmen Eurostar will erstmals eine direkte Verbindung zwischen Deutschland und Großbritannien anbieten. Die Tochterfirma des französischen Bahnkonzerns SNCF kündigte gestern eine Ausweitung ihres Streckennetzes an. Bis „Anfang der 2030er-Jahre“ sollen nun auch Frankfurt und Genf direkt mit der britischen Hauptstadt verbunden werden. Eurostar plant, bis 2030 bis zu 50 neue Züge anzuschaffen, und will künftig 30 Millionen Fahrgäste pro Jahr befördern.

2023 hatte der Betreiber des Eurotunnels unter dem Ärmelkanal mitgeteilt, die Untersuchungen für einen Anschluss von Köln und Frankfurt an das Bahnstreckennetz abgeschlossen zu haben. Ergebnis: das Potenzial liegt bei zwei Millionen Reisenden pro Jahr zwischen London und deutschen Bahnhöfen.

Verbindungen nach Deutschland sind bislang nur mit Umstieg möglich, etwa über die ICE-Verbindung von Köln und Frankfurt in die belgische Hauptstadt. Eurostar kooperiert mit der Deutschen Bahn, die die Pläne bestätigte. Allerdings sei das „in technischer, betrieblicher und rechtlicher Hinsicht anspruchsvoll“. Züge nach London müssen von eigenen Terminals starten, da Großbritannien die Kontrolle der Passagiere schon vor Besteigen des Zuges verlangt. Diese gibt es bisher nur in Paris, Brüssel und Amsterdam. In Frankfurt müsste erst eines gebaut werden.AFP/DW

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