Frankfurt – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat der Commerzbank mit Blick auf die anvisierte Übernahme der Bank durch die italienische Unicredit den Rücken gestärkt. „Die Bundesregierung wie auch ich persönlich“ nähmen die Befürchtungen der Commerzbank „sehr ernst“, erklärte Merz in einem Schreiben an den Betriebsrat. „Ich teile die Ansicht des Bundesministers der Finanzen, dass ein unabgestimmtes und unfreundliches Vorgehen wie das der UniCredit Group nicht akzeptabel ist“, erklärte Merz. „Das gilt besonders, wenn es sich um eine systemrelevante Bank wie die Commerzbank AG handelt.“ Die Unicredit war in großem Stil bei der Commerzbank eingestiegen; das Bundeskartellamt hatte ihr Mitte April eine Anteilserhöhung auf 29,9 Prozent freigegeben. Ab 30 Prozent wäre die Unicredit zu einem öffentlichen Übernahmeangebot verpflichtet.