Unicredit „weit entfernt“ von Angebot

von Redaktion

Andrea Orcel, Unicredit-Chef.

Mailand – Der Vorstandsvorsitzende der italienischen Großbank Unicredit hat Erwartungen an eine Übernahme der Commerzbank vorerst gedämpft. Andrea Orcel sagte dem US-Sender CNBC, man sei derzeit „weit entfernt“ von einem konkreten Übernahmeangebot. Zunächst strebe die Bank eine „konstruktive Lösung“ für den Widerstand aus der deutschen Politik an. Unicredit hatte im vergangenen Herbst den Teilausstieg des Bundes aus der seit der Finanzkrise 2008/2009 teilverstaatlichten Commerzbank genutzt, um im großen Stil bei Deutschlands zweitgrößter Privatbank einzusteigen. Die mögliche Übernahme ist in Deutschland jedoch politisch umstritten. Orcel sagte, Unicredit sei ursprünglich eingeladen worden, ein Angebot abzugeben. Beim derzeitigen Kursniveau der Commerzbank sehe man jedoch „keinen Wert für unsere Investoren“. Es gebe viel Aktivität, die darauf abziele, den Kurs künstlich oben zu halten, „aber wir sind geduldig“.

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