Stromsteuersenkung für Verbraucher möglich

von Redaktion

Berlin – Die Stromsteuersenkung für alle Verbraucher ist noch nicht ganz vom Tisch: Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) zeigte sich offen für Gespräche über die im Koalitionsvertrag vereinbarte Senkung der Stromsteuer für alle: „Man muss eben schauen, wo kommt das Geld letztlich her“, sagte Frei. Nötig sei dann eine „Umschichtung“ im Bundeshaushalt. „Wenn es dafür geeignete Möglichkeiten gibt und das in der Koalition insgesamt konsensfähig ist, dann ist es ein Weg, über den man sprechen kann“, fügte Frei im ARD-„Bericht aus Berlin“ hinzu.

Das SPD-geführte Finanzministerium hatte vergangene Woche seinen Haushaltsplan vorgestellt. Demnach soll die Stromsteuer für das produzierende Gewerbe und die Landwirtschaft fast vollständig entfallen, nicht aber für andere Verbraucher. Im Koalitionsvertrag war eine pauschale Stromsteuersenkung für alle Verbraucher vereinbart worden – unter Finanzierungsvorbehalt. Eine Entlastung für alle würde zusätzlich rund 5,4 Milliarden Euro pro Jahr kosten.

Sollte die Stromsteuer doch wie versprochen als „Sofortmaßnahme“ sinken, würden sich die Stromkosten insgesamt um knapp sieben Prozent verringern, errechnete das Verbraucherportal Verivox für den „Tagesspiegel“. Für Verbraucher würde die Stromsteuer um zwei Cent pro Kilowattstunde sinken. Ein Zwei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 2800 kWh könnte mit einer jährlichen Entlastung von 65 Euro rechnen. Ein Single-Haushalt (1500 kWh) mit 35 Euro. Eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 4000 kWh würde bei einem Strompreis von 35 Cent je Kilowattstunde 93 Euro (brutto) weniger bezahlen, weil neben der Stromsteuer auch weniger Mehrwertsteuer fällig würde.

In unserer Tabelle haben wir einige Beispiele ohne den Mehrwertsteuer-Effekt berechnet, weil letzterer sich je nach Strompreis unterscheidet.KR/MAS

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