IN KÜRZE

von Redaktion

Börsenwirbel: Will Trump Powell absetzen?

New York – Berichte, US-Präsident Donald Trump wolle den US-Notenbankchef Jerome Powell absetzen, sorgten am Mittwoch an den Finanzmärkten für Turbulenzen. Kurz vor Handelsschluss knickte der deutsche Leitindex Dax nach einem zuvor ruhigen Tag mit Gewinnen ein und schloss 0,2 Prozent im Minus. Der US-Dollar verlor innerhalb weniger Minuten rund ein Prozent zum Euro an Wert – für die Devisenmärkte eine enorme Verschiebung. Auch die US-Börsen gaben nach. Trump habe am Dienstag bei einem Treffen mit einem Dutzend Republikanern den Entwurf eines Entlassungsschreibens an Powell herumgezeigt und gefragt, ob er diesen abschicken solle, berichtet die „New York Times“. Der US-Präsident drängt den Notenbankbankchef seit Längerem, trotz Inflationssorgen die Zinsen zu senken, um die Wirtschaft anzuschieben. Erst am Freitag hatte Trump geätzt, Powell sei als Notenbank-Chef „furchtbar schlecht“. Powell hatte hingegen im April die Unabhängigkeit der Notenbank betont. „Wir werden uns niemals durch politischen Druck beeinflussen lassen“, sagte er. Eine Absetzung Powells wäre ein starker Eingriff in die Unabhängigkeit der wichtigen Institution, die über die Stabilität des Dollars wacht und die US-Wirtschaft vor Inflation und Krisen bewahren soll.

Rheinmetall will Autosparte verkaufen

Düsseldorf – Der Rüstungskonzern und Automobilzulieferer Rheinmetall prüft einem Bericht des „Handelsblatts“ zufolge die Abspaltung seines Autogeschäfts. Ein möglicher Käufer sei der Finanzinvestor One Equity Partners (OEP). Die Gespräche sind demnach jedoch noch nicht sehr weit fortgeschritten. Rheinmetall meldete zuletzt Rekordgewinne im Rüstungsgeschäft. Das zivile Geschäft als Autozulieferer indes war den Angaben nach „branchentypisch“ rückläufig.

US-Beschränkungen für Allianz aufgehoben

München – Drei Jahre nach einem Milliardenskandal der Allianz-Tochter AGI in den Vereinigten Staaten hat die US-Finanzaufsicht die Auflagen für den Münchner Dax-Konzern vorzeitig wieder aufgehoben. Die Auflagen sind damit nach Konzernangaben sieben Jahre früher als geplant weggefallen. „Alle Auflagen für die Allianz Life of America und für Pimco sind weg“, sagte Vorstandschef Oliver Bäte. Nach einem Betrugsskandal durch drei Fondsmanager des Hauses sollten die Allianz und ihre Tochterfirmen ursprünglich zehn Jahre lang nur mit Beschränkungen am US-Markt tätig sein dürfen, außerdem musste Allianz Global Investors abgewickelt werden. Nun wurden die Auflagen nach drei Jahren aufgehoben.

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