SAP steigert Gewinn deutlich
Walldorf – Europas größter Softwarehersteller SAP bleibt dank eines ordentlichen zweiten Quartals trotz der Zollkapriolen in der Weltwirtschaft bei seinem Ausblick auf das Gesamtjahr. In den zurückliegenden drei Monaten kletterte der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 32 Prozent auf 2,57 Milliarden Euro, wie der Walldorfer Dax-Konzern am Dienstagabend mitteilte. Das hohe Plus lag vor allem an dem im vergangenen Jahr eingeleiteten großen Stellenumbau.
Strafanzeige gegen Signa-Gruppe
Dortmund – Eine Tochter des Versicherungskonzerns Signal-Iduna hat einem Bericht zufolge Strafanzeige gegen ehemalige Verantwortliche der insolventen Signa-Gruppe des österreichischen Unternehmers René Benko gestellt. Die Tochterfirma Hansainvest habe die Anzeige bereits im Februar 2024 erstattet, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Hansainvest wirft Signa demnach darin vor, Kapitalanlagegelder vertragswidrig verwendet zu haben.
Tiktok-Beschäftigte treten in Warnstreik
Berlin – Im Protest gegen geplante Kündigungen sind Beschäftigte des Onlinenetzwerks Tiktok in Berlin am Mittwoch in einen eintägigen Warnstreik getreten. Hintergrund seien die Pläne des Unternehmens, die Moderation von Inhalten künftig durch Künstliche Intelligenz (KI) ausführen zu lassen oder an Drittanbieter auszulagern, erklärte die Gewerkschaft Verdi, die zu dem Streik aufgerufen hatte. Demnach handelt es sich um „den ersten Streik von Beschäftigten einer Social-Media-Plattform in Deutschland“.
UBS-Bank muss Millionenstrafe zahlen
Luxemburg – Wegen unerlaubter Absprachen im Devisenhandel der ehemaligen Schweizer Bank Credit Suisse muss die Schweizer Großbank UBS dem EU-Gericht zufolge eine Geldbuße von knapp 29 Millionen Euro zahlen. Damit setzte das Gericht eine zuvor von der EU-Kommission verhängte Buße von rund 83 Millionen Euro herab, wie das Gericht in Luxemburg mitteilte. Die Strafe geht auf ein Verfahren gegen die Credit Suisse zurück, die 2023 von der UBS übernommen worden war. Das Urteil kann angefochten werden.
Probleme bei US-Windparkprojekt
Stavanger – Der norwegische Energiekonzern Equinor hat wegen Problemen mit einem riesigen Offshore-Windparkprojekt vor der Küste New Yorks fast eine Milliarde Dollar abgeschrieben. Das Projekt Empire Wind werde fortgesetzt, doch wegen regulatorischer Änderungen und der US-Zollpolitik sei in den Quartalszahlen eine Wertminderung um 955 Millionen Dollar (814 Millionen Euro) vermerkt worden, erklärte Equinor-Chef Anders Opedal am Mittwoch. Das wirkte sich auf den Konzerngewinn aus, der im zweiten Quartal um 29 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar absackte.