Köln – China verschafft sich laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) mit der Beeinflussung der Wechselkurse Handelsvorteile. Die europäische Industrie sei dadurch „ernsthaft bedroht“, heißt es in einer gestern veröffentlichten Studie des IW-Handelsexperten Jürgen Matthes. Demnach verhinderte die chinesische Zentralbank in den vergangenen Jahren eine deutliche Aufwertung des Yuan gegenüber dem Euro. Aus den USA kommen seit Jahren ähnliche Vorwürfe. Das Defizit im Warenverkehr von Deutschland mit China sei in diesem Jahr hochgerechnet 3,6-mal höher als 2020. Die Feststellungen lieferten „starke Hinweise auf Währungsmanipulationen und auf eine erhebliche und unfaire Unterbewertung des Yuan gegenüber dem Euro“.AFP