Mailand/Frankfurt – Bei der italienischen Großbank Unicredit laufen die Geschäfte abseits der geplatzten Übernahme der heimischen Konkurrentin BPM besser als gedacht. Zwar beugt sich Unicredit-Chef Andrea Orcel dem Widerstand der italienischen Regierung und bläst den Kauf der BPM ab. Damit dürfte nun aber die Commerzbank wieder stärker in den Fokus rücken. Im zweiten Quartal verdiente die Mailänder Großbank gut 3,3 Milliarden Euro – ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor. Auch soll der Gewinn 2025 nicht nur die 9,3 Milliarden Euro aus dem Vorjahr übertreffen, sondern sogar etwa 10,5 Milliarden Euro erreichen, wie die Unicredit in Mailand mitteilte. Orcel warb bei der Zahlenvorlage erneut für eine Übernahme der Commerzbank.DPA