Tesla-Krise: Musk setzt auf Robotaxis

von Redaktion

Autos vor der Tesla-Fabrik im kalifornischen Fremont: Mit 384 122 Fahrzeugen hat Tesla im zweiten Quartal 16 Prozent weniger Autos ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. © Josh Edelson, AFP

Austin – Tesla hat nach gesunkenen Auslieferungen den zweiten Gewinnrückgang in Folge erlebt. Der von Elon Musk geführte Elektroauto-Hersteller verdiente im vergangenen Quartal 1,17 Milliarden Dollar und damit 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz fiel um zwölf Prozent auf rund 22,5 Milliarden Dollar.

Ein zentraler Auslöser für die Entwicklung war der Rückgang der Auslieferungen um 13,5 Prozent auf 384 122 Fahrzeuge. Damit konnte auch die neue Variante des Bestsellers Model Y den Absatz nicht ankurbeln. Sie wird seit März ausgeliefert. Die Übergangsphase beim Model Y galt neben den Kontroversen um politische Aktivitäten von Tesla-Chef Musk als ein Grund für den Absatzrückgang von 13 Prozent im ersten Quartal. Tesla macht aber auch die Konkurrenz zu schaffen – außerhalb des US-Heimatmarktes sind insbesondere chinesische Marken stark. In Europa, wo Tesla eine Fabrik in Grünheide bei Berlin hat, gibt es seit Monaten Absatzrückgänge.

Musk verspricht den Befreiungsschlag mit Robotaxis. Spätestens Ende 2026 würden selbstfahrende Autos die Bilanz aufbessern, kündigte der Milliardär an. Bis dahin könne es aber einige „harte Quartale“ geben, räumte er ein.

Im Juni brachte er einen ersten Robotaxi-Dienst in der Innenstadt der US-Stadt Austin an den Start. Bisher sind allerdings nur wenige Fahrzeuge vom Typ Model Y unterwegs und nur von Tesla ausgewählte Nutzer dürfen die Fahrten buchen. Der Fahrerplatz bleibt zwar leer – aber im Beifahrersitz fährt zur Sicherheit ein Tesla-Mitarbeiter mit.

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