Eines der markantesten Gebäude in der Fußgängerzone: das Hirmer-Stammhaus. © Archiv
München – Es ist eines der bekanntesten Unternehmen Münchens: Die Firma Hirmer steht für schicke Männermode, präsentiert im Stammhaus in der Fußgängerzone, in Sichtweite zur Frauenkirche. Was viele nicht wissen: Zum Unternehmen gehört auch ein markantes Engagement im Immobilien-Geschäft. Zumindest noch. Denn: Hirmer will sich umstrukturieren und konzentriert sich in Zukunft wieder auf die Mode.
In einer Mitteilung des Unternehmens heißt es: „Das umfangreiche und breitgefächerte Immobilien-Engagement der vergangenen 15 Jahre wird bereits seit einigen Jahren fortwährend zurückgefahren. Künftig wird sich dieses auf die aktive Verwaltung ausgewählter Bestandsimmobilien beschränken.“ Bedeutet: Hirmer wird Immobilien verkaufen – weil das Geschäft schwierig geworden ist: „Nicht zuletzt die Zinswende wie aber auch die einhergehende Inflation, die etwa Bau- und Unterhaltskosten unternehmerisch unattraktiver werden ließen, haben diese Entscheidung in den Jahren nach der Pandemie weiter bestärkt.“
Laut einem Bericht des „Manager-Magazin“ gab es vor dieser Entscheidung einen Streit innerhalb der Hirmer-Familie – nämlich zwischen zwei Fraktionen um die Cousins Ulrich und Christian. Gegenüber dem „Manager-Magazin“ bestätigt die Familie, es habe „über die letzten Jahre zwei Gruppen mit unterschiedlichen Meinungen“ zur operativen Vorgehensweise im Immobiliengeschäft und zur langfristigen Ausrichtung der Gruppe gegeben.
Am Ende – beziehungsweise am Neuanfang – steht jetzt auch eine Änderung in Bezug auf die Firmen-Führung. Das Unternehmen teilt mit, dass Christian Hirmer im Zuge der Neuordnung Mitte 2026 „planmäßig aus dem Gesellschafterkreis ausscheidet“.
Sein Cousin Ulrich Hirmer bleibt dagegen an Bord. Er ist Gesellschafter, gleichzeitig Geschäftsführer der Handels-Sparte und sagt: „Die Anpassung unseres Familienunternehmens treiben wir aktiv voran, um unsere starke Marktposition zu erhalten und weiter ausbauen zu können.“