IN KÜRZE

von Redaktion

Mehr Geld für die Dax-Chefs

München – Trotz der wirtschaftlichen Flaute sind im vergangenen Jahr die Gehälter der Dax-Vorstände gestiegen und zwar im Schnitt um drei Prozent. Das geht aus einer Auswertung der Anlegerschutzvereinigung DSW und der TU München hervor. Pensionszusagen sind in diesem Wert nicht enthalten. Beim Verhältnis der Manager-Gehälter zu den durchschnittlichen Personalkosten ihrer Mitarbeiter zeigen sich große Unterschiede. So verdient die Vorstandsriege des Sportartikelherstellers Adidas das 95-Fache eines normalen Mitarbeiters. Deutlich weniger Gefälle gibt es beispielsweise bei Sartorius (Faktor 18) oder Siemens Energy (13). Im kaum veränderten Durchschnitt erhielten die Vorstände 41 Mal höhere Vergütungen als die durchschnittlichen Beschäftigten. Adidas-Chef Bjorn Gulden wird mit einem Salär von gut 10,3 Millionen Euro nur noch von VW-Chef Oliver Blume getoppt, der auch die Tochter Porsche AG leitet und in beiden Jobs zusammen auf 10,6 Millionen Euro kommt.

EU-Hilfen für geschasste Goodyear-Mitarbeiter

Für die fast 1000 entlassenen Beschäftigten des Reifenherstellers Goodyear in Deutschland soll es mehr als drei Millionen Euro EU-Hilfe für die Jobsuche geben. Die Mittel aus dem EU-Globalisierungsfonds EGF werden nach einem Vorschlag der zuständigen EU-Kommission Maßnahmen wie Berufsberatung, Weiterbildung oder die Unterstützung bei Unternehmensgründungen finanzieren. Die 915 Arbeitnehmer sind von den Goodyear-Fabrikschließungen in Fulda und teilweise Hanau betroffen. Das Werk in Fulda soll in diesem Jahr schließen. Durch die Einschnitte dort und in Hanau gingen laut Mitteilung der Kommission 1171 Arbeitsplätze verloren.

US-Dollar belastet K+S-Bilanz

Kassel – Logistikprobleme und die Abwertung des US-Dollar zum Euro haben den Kalidünger-Hersteller K+S im zweiten Quartal belastet. Trotz eines deutlichen Ergebnisrückganges hält das Unternehmen aus Kassel an seiner Prognose für das Gesamtjahr aber fest. Nach vorläufigen Daten sank der operative Gewinn im zweiten Quartal zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 110 Millionen Euro, wie K+S mitteilte. Analysten hatten mit einem Anstieg gerechnet. Grund war eine Neuwertung von Rückstellungen.

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