München – In Bayerns Metall- und Elektroindustrie werden immer weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Für den Ausbildungsstart im September seien es stand Ende Juli 14 458, sagt Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme und vbm. Das seien 3,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum und damit der zweite Rückgang in Folge.
Auch die Prognose ist schlecht. Für 2026 rechnen die Arbeitgeberverbände sogar mit einem Rückgang an abgeschlossenen Ausbildungsverträgen von bis zu 5 Prozent.
Mit 48 Prozent verzeichnet knapp die Hälfte der befragten Betriebe einen Rückgang der abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Als Grund für die sinkende Zahl an Ausbildungsplätzen in der Branche gab mit 32 Prozent knapp ein Drittel die wirtschaftliche Lage an.
Doch auch die Suche nach passenden Auszubildenden ist weiterhin eine Herausforderung. Von den Betrieben, die einen Rückgang an Ausbildungsplätzen verzeichneten, gab mit 58 Prozent über die Hälfte an, dass der Mangel an geeigneten Auszubildenden die stärkste Ursache hierfür sei. 44 Prozent sagten, dass zu wenig Bewerbungen eingingen. Einer Bewerbung stünden 1,5 offene Stellen gegenüber. Bislang seien Auszubildende zu 91 Prozent übernommen worden.