Herzogenaurach – Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler prüft, ob sich ein größerer Einstieg in die Rüstungsindustrie lohnen könnte. „Wir sind dabei, neue Wachstumsfelder aufzubauen – es geht dabei vor allem um Humanoide und Verteidigung. Daran wird intensiv gearbeitet“, sagte Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld. Rosenfeld hatte bereits vor längerer Zeit angedeutet, dass Schaeffler durchaus Komponenten für die Verteidigungsindustrie liefern könnte. „Die moderne Verteidigungstechnologie hängt sehr stark davon ab, ob es gelingt, Hardware und Software zusammenzubringen“, sagte er dem Sender n-tv. Das erste Halbjahr 2025 hat Schaeffler trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Automobilsektor vergleichsweise schadlos überstanden. Die Umsätze gingen in den ersten sechs Monaten im Vorjahresvergleich um 4,6 Prozent auf 11,84 Milliarden Euro zurück. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (EBIT) sank um 49 Millionen Euro auf 482 Millionen Euro. Rosenfeld glaubt, dass sich die deutsche Autoindustrie auf längere Frist gegen die chinesische Konkurrenz behaupten können wird. Das Interesse der chinesischen Hersteller an deutscher Technik sei nach wie vor hoch. Die Antwort auf chinesische Geschwindigkeit sei immer noch deutsche Qualität.