EU importiert reichlich Flüssiggas aus Russland

von Redaktion

Brüssel – Die EU hat im ersten Halbjahr 2025 Flüssigerdgas aus Russland im Wert von rund 4,48 Milliarden Euro importiert. Das sind 29 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum im Vorjahr, wie aus Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat hervorgeht. Insgesamt wurde in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Flüssigerdgas (LNG) im Wert von rund 26,9 Milliarden Euro importiert. Das meiste – für rund 13,7 Milliarden Euro – kam aus den USA. Bereits im vergangenen Jahr waren nach Angaben der EU die Vereinigten Staaten mit fast 45 Prozent der Gesamteinfuhren der größte LNG-Lieferant der EU. Anders als für fossile Energieträger wie Öl und Kohle hat die EU wegen Abhängigkeiten bislang keine Gas-Sanktionen auf den Weg gebracht. Als Flüssigerdgas (LNG) und durch die Pipeline Turkstream kommt derzeit weiter Gas in die Staatengemeinschaft.

2024 machten Gaslieferungen aus Russland knapp 19 Prozent aller Importe aus. Insgesamt wurde im vergangenen Jahr laut EU-Statistikbehörde Eurostat natürliches und verarbeitetes Gas im Wert von 15,6 Milliarden Euro aus Russland importiert. Zum Vergleich: Aus den USA kam Gas im Wert von 19,1 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund des seit Februar 2022 andauernden Ukrainekrieges will die EU-Kommission nun aber die Einfuhr russischen Gases in die Staatengemeinschaft komplett untersagen: Ab 2028 soll nach dem Willen der Behörde kein Gas aus Russland mehr ankommen. DPA

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