Plus nur bei Einfamilienhäusern

von Redaktion

Wiesbaden – Die Behörden in Deutschland haben im ersten Halbjahr rund 110 000 neue Wohnungen genehmigt. Das waren 2,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, damals war ein Tiefstand seit 2010 erreicht worden. Das berichtet das Statistische Bundesamt. In der Zahl sind neben Neubauten auch zusätzliche Wohnungen in bereits bestehenden Gebäuden enthalten.

Der Aufwärtstrend beim Neubau wurde nahezu ausschließlich mit zusätzlich genehmigten Einfamilienhäusern erreicht. Ihre Zahl stieg im Halbjahresvergleich um 14,1 Prozent auf 21 300 Einheiten. In neuen Zweifamilienhäusern ging die Zahl der genehmigten Wohnungen um 8,3 Prozent auf 6000 zurück. Bei den eigentlich zur Linderung der Wohnungsknappheit besonders wichtigen Mehrfamilienhäusern änderte sich die Lage kaum. Hier wurden 57 300 Wohnungen neu genehmigt.

2024 wurden nur 251 900 Wohnungen fertiggestellt, so wenige wie seit 2015 nicht mehr. Die durchschnittliche Zeitspanne zwischen Genehmigung und Fertigstellung hat sich seit 2020 um sechs Monate auf durchschnittlich 26 Monate verlängert. Von einer Trendwende beim Wohnungsbau fehle jede Spur, beklagt der Zentralverband Deutsches Baugewerbe.

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