Ein Hochofen von Thyssenkrupp Steel. © F. Gambarini/dpa
Inder wollen Stahlsparte von Thyssenkrupp kaufen
Essen – Der indische Stahlkonzern Jindal Steel International will Deutschlands größten Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel kaufen. „Die Thyssenkrupp AG hat ein unverbindliches, indikatives Angebot von Jindal Steel International für den Kauf von Thyssenkrupp Steel Europe erhalten“, teilte der Industriekonzern mit. Der Vorstand der AG werde dieses Angebot intensiv prüfen, hieß es weiter. Die Konzernführung will dabei nach eigenen Angaben vor allem auf die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit, die Fortführung der grünen Transformation sowie die Beschäftigung an den Stahl-Standorten achten. Die Börse reagierte erfreut auf die Nachricht über den möglichen Milliardenkauf: Thyssenkrupp-Aktien stiegen deutlich und lagen am Nachmittag mit 11,42 Euro rund 4,9 Prozent im Plus. Thyssenkrupp Steel ist wegen hoher Energiepreise, der deutschen Konjunkturschwäche und Billigimporten aus Asien in der Krise.
Gasspeicher zu 75 Prozent gefüllt
Berlin – Die Befüllung der deutschen Gasspeicher ist nach Einschätzung der Speicherbetreiber auf gutem Weg. Der aktuelle Füllstand liege bei 75 Prozent. Mit den gebuchten Kapazitäten lasse sich bis 1. November ein Füllstand von 81 Prozent erreichen. Das reiche im Winter bei normalen bis warmen Temperaturen eine sichere Gasversorgung.
Immokäufe legen wieder stark zu
München – Das Interesse am Haus- und Wohnungskauf scheint in Bayern wieder erwacht: Im ersten Halbjahr verzeichneten die Volks- und Raiffeisenbanken im Freistaat einen sprunghaften Anstieg der Immobilienkreditvergabe. Private Immobiliendarlehen legten im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro zu, wie der Genossenschaftsverband Bayern berichtete. Das Geld floss jedoch zum großen Teil in die Finanzierung bestehender Häuser und Wohnungen sowie in die Modernisierung, nicht in Neubauten.
Größte Biohändler in Europa fusionieren
Madrid – Die zwei nach eigenen Angaben größten europäischen Plattformen für den Direktverkauf von Bio-Produkten bündeln ihre Kräfte. Das spanische Start-up CrowdFarming übernimmt die französische Firma La Ruche Qui Dit Oui!, die in Deutschland unter dem Namen Marktschwärmer bekannt ist. Gemeinsam biete man über 10 000 Landwirten Zugang zu rund 1,5 Millionen Bestandskunden.